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KUKA.OfficeLite: Roboterprogramme am digitalen Zwilling testen

KUKA.OfficeLite: Roboterprogramme am digitalen Zwilling testen

Wie der virtuelle Robotercontroller KUKA.OfficeLite mit der Simulationssoftware twin digitale Zwillinge steuert – reale Roboterprogramme, virtuell getestet.

Eine vollständige virtuelle Inbetriebnahme erfordert nicht nur das Testen der SPS-Software — auch die Roboterprogramme müssen abgesichert werden, bevor die reale Zelle steht. Mit KUKA.OfficeLite, dem virtuellen Robotercontroller von KUKA, und der Simulationssoftware twin gelingt genau das: Das reale Roboterprogramm steuert den virtuellen Roboter am digitalen Zwilling — genauso wie in der Realität.

Was ist KUKA.OfficeLite?

KUKA.OfficeLite ist die virtuelle Robotersteuerung von KUKA: eine Software, die den echten KUKA-Controller (KR C) als virtuelle Maschine am PC ausführt. Sie verhält sich wie die reale Steuerung — inklusive KRL-Programmierung, smartHMI-Bedienoberfläche und Systemsoftware. Programme, die in OfficeLite laufen, laufen unverändert auch auf dem realen Roboter.

Damit ist OfficeLite das Roboter-Pendant zur virtuellen SPS (etwa SIEMENS S7-PLCSIM Advanced): Die Steuerungssoftware wird nicht nachgebildet oder emuliert, sondern die originale Steuerung läuft virtuell — die Grundlage für aussagekräftige Tests.

OfficeLite + twin: der Roboter arbeitet, bevor er existiert

Über eine in twin integrierte Schnittstelle steuert KUKA.OfficeLite den virtuellen Roboter im digitalen Zwilling. Der Ablauf entspricht exakt der Realität:

  1. Roboterprogramm laden: Das reale KRL-Programm läuft in KUKA.OfficeLite — ohne Anpassungen.
  2. Zwilling verbinden: twin koppelt den virtuellen Controller mit dem physikbasierten Robotermodell in der simulierten Zelle.
  3. Testen wie an der realen Anlage: Bewegungsabläufe, Greifprozesse, Signalaustausch mit der SPS, Taktzeiten und Kollisionsszenarien werden am digitalen Zwilling geprüft — gefahrlos und beliebig wiederholbar.

Weil SPS-Simulation und virtueller Robotercontroller gemeinsam gegen denselben Zwilling laufen, entsteht ein ganzheitlicher Test der Zelle: Verriegelungen, Ablauflogik und das Zusammenspiel von Roboter, Fördertechnik und Sicherheitstechnik werden abgesichert, bevor die Mechanik gebaut ist.

Das Video zeigt, wie KUKA.OfficeLite den virtuellen Roboter in twin steuert:

Verwenden von KUKA.OfficeLite zur Steuerung eines Roboters in der Simulationssoftware twin

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Warum sich das rechnet

  • Reale Programme, keine Nachbauten: Was am Zwilling getestet wurde, läuft ohne Übersetzungsverluste auf der realen Anlage — die Inbetriebnahme vor Ort verkürzt sich deutlich.
  • Kollisionen kosten nichts: Ein Crash im Modell ist ein Lerneffekt, kein Schaden. Grenzsituationen lassen sich bewusst provozieren.
  • Taktzeiten früh nachweisen: Schon in der Engineering-Phase — oder sogar in der Angebotsphase — zeigt der Zwilling, ob die Zelle die geforderte Leistung erreicht.
  • Parallelisierung: Roboterprogrammierung und Mechanikfertigung laufen gleichzeitig statt nacheinander.
KUKA-Industrieroboter mit Sauggreifer entnimmt Bauteile aus einer Holzkiste in einer Roboterzelle
Griff in die Kiste an der realen Zelle: Das Roboterprogramm dafür lässt sich vorab mit KUKA.OfficeLite am digitalen Zwilling testen.

Sie verwenden KUKA.OfficeLite bereits zum Testen Ihrer Roboterprogramme und möchten den Schritt zur ganzheitlichen virtuellen Inbetriebnahme gehen? Genau dafür ist twin gebaut — testen Sie es kostenlos.

KUKA.OfficeLite & digitaler Zwilling — häufige Fragen

Was ist KUKA.OfficeLite?
KUKA.OfficeLite ist die virtuelle Robotersteuerung von KUKA. Sie führt die originale Controller-Software als virtuelle Maschine am PC aus — KRL-Programme laufen darin unverändert wie auf dem realen Roboter und können ohne Hardware entwickelt und getestet werden.
Wie steuert KUKA.OfficeLite einen digitalen Zwilling?
Über eine in der Simulationssoftware twin integrierte Schnittstelle wird der virtuelle Controller mit dem physikbasierten Robotermodell verbunden. Das reale Roboterprogramm steuert dann den virtuellen Roboter im digitalen Zwilling — inklusive Signalaustausch mit der (virtuellen oder realen) SPS.
Kann ich auch SPS und Roboter gemeinsam virtuell in Betrieb nehmen?
Ja. SPS-Simulation (z. B. S7-PLCSIM Advanced) und KUKA.OfficeLite laufen gemeinsam gegen denselben digitalen Zwilling. So wird das Zusammenspiel von Ablauflogik, Verriegelungen, Roboterbewegungen und Sicherheitstechnik ganzheitlich getestet, bevor die Anlage gebaut ist.
Welche Vorteile bringt das Testen von Roboterprogrammen am digitalen Zwilling?
Reale Programme werden ohne Hardware abgesichert: Kollisionen kosten nichts, Taktzeiten werden früh nachgewiesen, und Programmierung läuft parallel zur Mechanikfertigung. Die Inbetriebnahme an der realen Anlage verkürzt sich entsprechend deutlich.
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Michael Eberle
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Head of digifai