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control überwacht die Lagerung von Blutkonserven

control überwacht die Lagerung von Blutkonserven

In der Blutbank des Roten Kreuzes Vorarlberg überwacht control Temperaturen und Türkontakte — mit Alarmierung und automatischer Dokumentation.

Blut ist der Kraftstoff unseres Lebens. Idealerweise haben wir genug davon im eigenen Körper. Es gibt jedoch den Fall, dass wir Blut verlieren oder frisches Blut benötigen. Bei Unfällen, Operationen oder anderweitigem Blutverlust benötigen wir Blutspenden. Dann greifen die uns zu behandelnden Ärzte auf Blutkonserven zurück, welche in sogenannten Blutbanken lagern. Blut außerhalb des Körpers zu lagern, erfordert Know-how, Technik und eine strenge Überwachung der Parameter. Die Lagertemperatur sowie die Temperatur des Blutmediums selbst sind dafür beispielsweise sehr wichtige Parameter.

Blutkonserven benötigen optimale Bedingungen

Die Lagerung der Blutkonserven erfolgt in Kühlschränken, Kühlzellen oder Kühlräumen. Diese verfügen über lokale Kühlstellenregler, welche für die Dosierung der nötigen Kälteleistung sorgen und die Sollvorgaben mit Temperatursensoren überwachen. In einer Kühlanlage sind dafür mehrere Temperatursensoren verbaut. Zusätzlich wird auch die Zugangstüre überwacht, um beispielsweise rasch eine drohende Temperaturerhöhung durch warmen Fremdlufteintrag zu detektieren.

Monitoring in der Blutbank

In der Blutbank des Österreichischen Roten Kreuzes Vorarlberg, im Landeskrankenhaus Feldkirch, werden die Blutkonserven in mehreren verschiedenen Kühlzellen gelagert. Bei verteilten Kühlstellenreglern besteht die Herausforderung darin, den Überblick zu behalten und bei Störungen schnell reagieren zu können. Ein Schlüssel dafür ist die Überwachung an zentraler Stelle, welche mit entsprechendem Fachpersonal besetzt ist. Eine automatische Benachrichtigung und eine zugängliche, verständliche Visualisierung erhöhen den Komfort und die Sicherheit für das Monitoring. Hier liefert control die richtigen Lösungen.

Alarmierung in zwei Stufen

Die IoT-Plattform control von digifai erfasst nun zentral in einer Datenbank alle Werte der einzelnen Kühlstellenregler und visualisiert die Werte der Sensoren in der control Browseransicht. Die Daten sind nun jederzeit mit jedem internetfähigen Gerät abrufbar und darüber hinaus auch mobil verfügbar. Das steigert den Komfort und die Reaktionsfähigkeit enorm. In control sind für jeden Datenwert die einzuhaltenden Grenzwerte definiert. Überschreitet der Datenwertverlauf einen Grenzwert, so wird das Fachpersonal mittels der Benachrichtigungsfunktion beispielsweise per SMS, E-Mail oder Telefonanruf sofort alarmiert. Zur Erhöhung der Sicherheit wurde in dieser Anwendung noch eine weitere Eskalationsstufe eingebaut. Ergibt die Trendanalyse der Messreihe eine drohende Grenzwertverletzung, erfolgt bereits eine Vorabalarmierung.

Überwachung mit Sonderfunktionen

Eine wichtige Funktion in dieser Anwendung ist die Überwachung von drohendem Fremdlufteintrag durch zu lange geöffnete Türen. Der schlimmste Fall tritt ein, wenn übersehen wird, die Türe überhaupt wieder dicht zu verschließen. Vor dieser Panne schützt control mit der Überwachung des Türkontaktes. Bleibt dieser zu lange geöffnet, erfolgt ebenfalls eine Alarmierung. Die Herausforderung dabei ist, dass der Türkontakt ein binäres Signal ist und daher keinen Werteverlauf liefert. Das bedeutet, dass kein Grenzwert definiert werden kann. Das Signal ist entweder 1 oder 0. Hier muss also die Zeit nach der Signaländerung detektiert werden. Mit den Mechanismen von control sind auch solche Anforderungen leicht umsetzbar.

Automatische Dokumentation

Die Datenaufzeichnung der Temperaturwerte von control ermöglicht nicht nur eine Alarmierung, sondern sorgt auch automatisch für die vorgeschriebene Dokumentation bei medizinischen Produkten. Wie bereits erwähnt, ist die Temperatur der Lagerung ein wichtiger Parameter, welcher auch dokumentiert werden muss. Der Nachweis, ob die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten wurden, kann mit der Datenauswertung in control für jeden Bereich und in jedem Zeitabschnitt der Lagerung erbracht werden. Audits und behördliche Überprüfungen können auf Knopfdruck durchgeführt und direkt aus der Browseransicht ausgedruckt werden.

Temperaturverläufe der Kühlzellen in der Browseransicht von control

Leicht integriert

Die Integration der Kühlstellenregler in control erfolgte mittels IoT-Gateway. Der Anknüpfungspunkt an die Kühlstellenregler ist in diesem Fall die bereits bestehende Modbus-RTU-Schnittstelle. Das IoT-Gateway liest die einzelnen Werte fortlaufend von den Kühlstellenreglern über Modbus RTU aus und wandelt diese in ein netzwerkfähiges Protokoll um. Im Gateway selbst erfolgt noch eine Zwischenspeicherung der Datenwerte als Backup vor Datenverlust bei Netzwerkunterbrüchen.

Skalierbar auch für weitere Anwendungen

Zukünftige Ausbaustufen können in der Anwendung mit control leicht umgesetzt werden. Weitere Kühlstellenregler müssen einfach nur angeschlossen und integriert werden. Die Anzahl der Benutzer ist leicht anzupassen und die Visualisierung kann um einzelne Datenpunkte oder ganze Datenpakete entsprechend erweitert werden. Das Monitoring beschränkt sich nicht nur auf die Temperaturen, sondern kann auch das Monitoring anderer Laborgeräte und -anlagen mit übernehmen.

Kundenstimme

Der Lieferant der Kühlstellen und Kälteanlagen, die Firma Kiechel & Hagleitner GmbH aus Bregenz, suchte für den Kunden nach einer guten und praktikablen Lösung, um das Monitoring zu vereinfachen.

Die Anforderungen bezüglich Darstellung der Temperaturen und Weiterleitung der Alarmierung wurden während des Projektes immer anspruchsvoller. Mit control haben wir die perfekte Lösung gefunden, dieses Projekt zu realisieren.
Klaus HagleitnerKiechel & Hagleitner GmbH
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Michael Eberle
Michael Eberle
Head of digifai